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Mehr Tempo, höheres Risiko: E-Bikes und die Unfallgefahr im Alter

Mit dem Boom von Pedelecs bzw. E‑Bikes nehmen auch schwere Unfälle zu – besonders betroffen sind ältere Männer. Eine deutsche Langzeitstudie zeigt, dass Kopfverletzungen häufig sind, obwohl ein einfacher Schutz oft fehlt: der Helm. Pedelecs, also Fahrräder mit Motorunterstützung bis 25 km/h, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Forschende analysierten Unfallzahlen von 2017 bis 2023. Die Fälle stiegen deutlich an, von wenigen pro Jahr auf ein Vielfaches. Hauptursache waren Fahrfehler, oft ohne Fremdbeteiligung.

Gründe dürften das höhere Gewicht und Tempo sein, kombiniert mit altersbedingten Einschränkungen wie langsamer Reaktion oder Gleichgewichtsproblemen. Dahinter folgten Zusammenstöße mit Autos und rutschige Fahrbahnen. Die Mehrheit der Verunglückten war männlich, das Durchschnittsalter lag über dem klassischer Radfahrunfälle. Rund ein Drittel war mindestens 65 Jahre alt, in dieser Gruppe dominierten Männer klar. Risikofreudigeres Verhalten könnte eine Rolle spielen. Alkohol war seltener beteiligt als bei anderen Zweiradunfällen.

Am häufigsten betroffen war der Kopf, viele Verletzungen waren schwer, teils lebensbedrohlich. Besonders oft mussten ältere Männer mit Hirnblutungen intensivmedizinisch behandelt werden. Viele nahmen blutverdünnende Medikamente und keiner trug einen Helm. Nur etwa ein Drittel der Verunglückten nutzte überhaupt einen Helm, obwohl dieser das Risiko schwerer Folgen deutlich senkt. Gerade bei Menschen mit erhöhter Blutungsneigung können selbst leichtere Stürze ohne Schutz kritisch werden.

Die Studienverantwortlichen empfehlen daher mehr Helmtragen, insbesondere bei Älteren, sowie Fahrtrainings beim Kauf. Rechtlich gelten Pedelecs weiterhin als Fahrräder, ohne Pflicht für Helm oder Führerschein.

Aasen-Hartz, F. et al.
njury Characteristics in Pedelec Users: A 7-Year Study Highlighting Risks in the Elderly Male Population at an Urban University Hospital in Germany
Injury 1/2026

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Aynur Guerel

Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

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Telefax:+49(571) 29 37 7

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